Mehr als 2.000 Kilometer auf Rädern, um die Extremadura zu entdecken
Geschützte Natur und historisches Erbe fördern den Radtourismus in der Extremadura
Der Aufstieg des Radtourismus hat in der Extremadura ein Reiseziel gefunden, das besonders gut auf die wachsende Nachfrage vorbereitet ist. Mit 2.000 Kilometern Radwegen und einer Infrastruktur, die von Mountainbike-Zentren, Radrouten und bedeutenden historischen Routen getragen wird, bietet die Region ein stimmiges Gesamtkonzept, das geschützte Natur, kulturelles Erbe und gut erhaltene ländliche Gebiete miteinander verbindet. Die territoriale Vielfalt ist einer ihrer grössten Vorzüge. In der Sierra de Gata durchqueren zehn Bergrouten mit einer Gesamtlänge von 233 Kilometern Gipfel und Täler mit ausgeprägt atlantischem Charakter. Die 23,3 Kilometer lange und mittelschwere Ruta de las Fuentes (Quellenweg) verbindet Sehenswürdigkeiten wie das Castillo de la Almenara (Schloss von Almenara), das Convento del Hoyo (Kloster von Hoyo) und die archäologische Stätte Puerto Castilla und integriert so Landschaft und historische Architektur in einem Rundweg. Das Jerte-Tal erweitert das Angebot um 180 Kilometer Mountainbike-Strecken, verteilt auf sechs Trails, die elf Gemeinden miteinander verbinden. Die Cabezuela-Umbría-Route führt zum Naturschutzgebiet Garganta de los Infiernos und nach Los Pilones, wo Granit-Kessel und Wasserfälle eine einzigartige Landschaft prägen. Die beträchtlichen Höhenunterschiede sorgen für eine bemerkenswerte Vielfalt an Ökosystemen, die das ganze Jahr über zu einer dynamischen Landschaft beitragen. Grüne Radwege bieten bequeme Routen entlang ehemaliger Bahntrassen. Der Grüne Radweg Vegas del Guadiana erstreckt sich über 57,67 Kilometer zwischen Villanueva de la Serena und Logrosán, verläuft entlang von Schutzgebieten wie dem Geopark Villuercas-Ibores-Jara und bietet elf Rastplätze und Aussichtspunkte. Der Grüne Radweg Monfragüe führt auf nur 17 Kilometern an sieben Naturschutzgebieten vorbei. Für alle, die sich nach grossen Reisen sehnen, ist die Silberstrasse (Vía de la Plata) die Quintessenz einer historischen Route. Ihre 325 Kilometer in der Extremadura verbinden Monesterio und Baños de Montemayor, während die Schlaufenetappe zwischen Villafranca de los Barros und Alcuéscar die Möglichkeit bietet, das römische Mérida zu erkunden, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

In einem Szenario, in dem Reisende offene und nicht überlaufene Reiseziele bevorzugen, bietet die Region ein strukturiertes Produkt, das sich dank territorialer Authentizität und landschaftlicher Kontinuität international positionieren kann. Lage Extremadura liegt im Westen Spaniens und grenzt an Portugal sowie die autonomen Gemeinschaften Kastilien und León, Kastilien-La Mancha und Andalusien. Die wichtigsten Verkehrsadern sind die A-5 (Madrid–Badajoz) und die A-66 (Ruta de la Plata). In Badajoz befindet sich ein Flughafen, und es bestehen Bahnverbindungen nach Madrid und Sevilla. Die nächstgelegenen Häfen liegen in Huelva und Sevilla.