Kanarische Inseln: Outdoor-Aktivitäten auch im Winter
Strände, Vulkane, Kultur und Gastronomie bieten zwischen Dezember und März eine ganz neue Reiseerfahrung
Während sich die Kälte in weiten Teilen Europas bemerkbar macht, bieten die Kanarischen Inseln dank ihrer milden Temperaturen und des Sonnenlichts, das die Tage verlängert, eine ganz andere Art, den Winter zu geniessen. Die Inselgruppe wird so zu einem attraktiven Schauplatz, um aktiv zu sein und die Landschaft zu geniessen. Mit dem Fahrrad am Atlantik entlangfahren, einen Lorbeerwald durchqueren oder eine Auswahl an Weinen inmitten von Vulkanasche geniessen – all das gehört zu einem Erlebnis, bei dem man auf den Wintermantel getrost verzichten kann. Der kanarische Winter lässt sich weniger am Kalender erkennen als vielmehr daran, wie sich das Licht, die Landschaft und der Rhythmus der Tage verändern. Die Feuchtigkeit verstärkt die Grüntöne in den höher gelegenen Gebieten, die Mandelbäume treiben aus, und auf Gran Canaria blühen am Ende des Winters Arten wie das «Oro de Risco» (wörtliche Übersetzung: Klippengold), während die Sonne weiterhin die Dünen von Maspalomas und die Küstenstrände erwärmt. An ein und demselben Tag ermöglicht das kanarische Mikroklima den Wechsel von milden Bedingungen am Meer zu deutlich kühleren Berglandschaften. Die Natur liefert eines der überzeugendsten Argumente für eine Reise in diesen Monaten. Die Nationalparks Teide, Timanfaya, Garajonay und Caldera de Taburiente vereinen Vulkane, Lorbeerwälder, Schluchten und Wanderwege, während die über 1'500 Kilometer lange Küste eine weitere Vielfalt an Landschaften bietet: Steilküsten, natürliche Badebecken und Strände, an denen das Baden nach wie vor Teil des Erlebnisses ist. Wer Winterlandschaften vermisst, kann die schneebedeckten Gipfel des Teide oder des Roque de los Muchachos bewundern.

Der Atlantik sorgt für zusätzliche Action. Surfen ist auf verschiedenen Inseln möglich, wobei Fuerteventura und Lanzarote eine besondere Rolle spielen. Auf Fuerteventura gibt es Wellen für alle Niveaus, darunter zwischen Oktober und April einige der besten Strandbrecher des Atlantiks sowie geschützte Spots. Auf Lanzarote können Kinder in Famara erste Erfahrungen sammeln, hier herrscht eine Surferatmosphäre für die ganze Familie. Windsurfen ist vor allem auf Fuerteventura, in El Médano (Tenerife) und in Pozo Izquierdo (Gran Canaria) sehr beliebt. Hinzu kommen Tauchen, Schnorcheln, Radfahren und Wanderungen, die durch ein Klima begünstigt werden, das es ermöglicht, den Grossteil des Winters über Aktivitäten im Freien zu geniessen. Der Winter ist auch eine Jahreszeit, in der man das Archipel in aller Ruhe erkunden kann. Auf Tenerife und Gran Canaria kann man bei Walbeobachtungstouren Delfine und Wale entdecken. Auf Lanzarote reichen ein Fahrrad und ein Fernglas aus, um die Marina von Arrecife zu besuchen und Zugvögel zu beobachten. Die Gastronomie passt sich diesem Rhythmuswechsel an. Eintöpfe, Maisbrühe, Cremesuppen und Weihnachtssüssigkeiten stehen neben frischem Fisch, Käse, Gofio und einer Küche, die zunehmend an Anerkennung gewinnt. Auch der Wein hat seine eigenen Routen: Die Kanarischen Inseln verfügen derzeit über elf geschützte Ursprungsbezeichnungen (DPOs), zehn davon auf Insel- oder Regionalebene sowie die g.U. «Islas Canarias». Das städtische Kulturerbe verleiht der Reise eine weitere Dimension. San Cristóbal de La Laguna, Santa Cruz de La Palma, San Sebastián de La Gomera oder Valverde bieten die Möglichkeit, Natur mit Architektur, Museen und Besucherzentren zu verbinden. Gran Canaria ergänzt sein winterliches Mosaik um Marktplätze, Weinkeller, Theater, Museen, Musik und den Karneval. Fuerteventura verbindet weniger überlaufene Strände mit Fahrradfahren, Schwimmen, der Insel Lobos oder Corralejo, während auf La Palma, La Gomera und El Hierro, die Naturlandschaften und historischen Stadtkerne auch in den kälteren Monaten vielfältige Möglichkeiten bieten, die Inseln zu erkunden. Lage Die Kanarischen Inseln sind eine spanische Autonome Gemeinschaft im Atlantik, vor der Nordwestküste Afrikas. Die wichtigsten Anreisemöglichkeiten sind die Flughäfen von Gran Canaria, Tenerife Süd, Tenerife Nord–Ciudad La Laguna, Fuerteventura und César Manrique–Lanzarote sowie die Häfen von Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife.