Die Johannisnacht in Spanien….ein unvergessliches Erlebnis!

Das Johannisfeuer und die Sommersonnenwende sind uralte Rituale, die in der Nacht vom 23. Juni Einheimische und Gäste zusammenbringen…oft an Spaniens Stränden

Die Festlichkeiten um San Juan (ob bei Tag oder bei Nacht) haben eine enorme – auch touristische - Anziehungskraft. Symbolisch wird dabei der Sommer eingeläutet. Und das in ganz Spanien, egal ob an der Küste, in den Städten oder im Hinterland. Der Festtag „feuert“ buchstäblich die Dynamik des Tourismus an. Und bestätigt, wie sehr Spanien auch ein Erlebnisreiseziel ist.  In der Region Valencia ist dieses Fest beinahe gleichwertig mit den Festlichkeiten der „Fallas“ (um den 19. März). Die Johannisfeuer von Alicante, verwandeln die Stadt in eine „Ausstellung im Freien“, mit satirischen Skulpturen auf Kosten der Politik und Gesellschaft, Umzüge, Mascletàs (traditionelle, rhythmische Feuerwerksspektakel) und die Cremà (die Verbrennung der riesigen Festfiguren). Tausende Besucher wandeln von einem Event und von einer Figur zum anderen, alles spielt sich sehr friedlich ab. Ausgelassen und vergnügt geht es auch zu in Benidorm, Torrevieja oder Jávea, zu Land und zu Wasser. In der Stadt Valencia gibt es an den Stränden von Malvarrosa und Las Arenas Straßenfeste, Spektakel und Aktivitäten, die die Nacht bis zum Morgengrauen verlängern.  Auch in Katalonien ist die Nit de Sant Joan ein fester Bestandteil des Festtags- kalenders. In Barcelona konzentrieren sich am Strand von Barceloneta oder in Poblenou Feuer, Feuerwerke und Musik.

Die “Nit de San Joan” (Johannisnacht) in Katalonien
Die “Nit de San Joan” (Johannisnacht) in Katalonien

In Andalusien wird die Johannisnacht mit ausgeprägt volkstümlichem Charakter gefeiert. Málaga setzt auf das Verbrennen der sogenannten „Júas“, Figuren, die das Negative symbolisieren und als kollektive Geste der Erneuerung verbrannt werden – begleitet von Strandfesten (Moragas), Musik und gegrillten Sardinenspießen (Espetos).   Der Norden der Iberischen Halbinsel überwiegen eher ursprüngliche und mystische Feiern. In Galicien sind zur „Noite de San Xoán“ Strände wie in Riazor und Orzán in A Coruña bei Bewohnern sehr beliebt, mit großen Feuern (Cacharelas), Sardinen und Ritualen rund um Feuer und Wasser. In Asturien gibt es San Xuan-Feiern in Gijón am Meer oder Mieres im Hinterland. In der gesamten Region steht der sogenannte „Danza Prima“-Tanz im Vordergrund mit traditioneller Musik und der Präsenz mythologischer Wesen. Somit ist es nicht „ein Fest“, sondern viele Feste und jedes folgt den kulturellen Einzigartigkeiten der jeweiligen Region und bringt die touristische Landkarte Spaniens zum Leuchten.